Neuer Ärger zwischen Bahn und ThyssenKrupp - DER SPIEGEL
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Neuer Ärger zwischen Bahn und ThyssenKrupp

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Zwischen der Deutschen Bahn (DB) und dem ThyssenKrupp-Konzern gibt es Streit über angebliche Schadensersatzverhandlungen wegen des so genannten Schienenkartells. Hintergrund: Eine Thyssen-Tochter soll mit drei weiteren Firmen jahrelang illegale Preisabsprachen bei Gleisen getroffen haben. Dies soll zu einem Preisaufschlag für die Bahn von zu bis zu 30 Prozent geführt haben – bei einem Liefervolumen von über einer Milliarde Euro. Staatsanwaltschaft und Kartellamt ermitteln. Bei Thyssen heißt es, man habe schon im Dezember 2011 mit der DB Infrastruktur intensive Gespräche zum Thema Schadensersatz geführt. Auch der Technikvorstand der DB AG sei an den Verhandlungen beteiligt gewesen. Als Ergebnis habe sich Thyssen schriftlich zum Schadensausgleich bekannt und eine Vereinbarung zum Verjährungsverzicht mit der DB abgeschlossen. Ein konkreter Schadensersatz sei bislang kein Thema gewesen, sagt dagegen der Rechtsvorstand der Bahn, Gerd Becht: "Bei der DB hat niemand mit Thyssen- Krupp Vergleichsverhandlungen über den Ersatz des Kartellschadens geführt – auch nicht Volker Kefer, unser Technik-Vorstand." Mit einer ersten Schätzung über die tatsächliche Höhe des Schadens sei frühestens im Frühjahr zu rechnen. Vergleichsverhandlungen seien vorher gar nicht möglich.