Neues Ermittlungsverfahren gegen Ex-Vorstand der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) - DER SPIEGEL
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Neues Ermittlungsverfahren gegen Ex-Vorstand der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK)

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Kurz vor Beginn der Hauptverhandlung gegen zwei Börsenjournalisten wegen illegaler Aktienkursmanipulationen am kommenden Montag spitzt sich die Affäre weiter zu. Die Münchner Staatsanwaltschaft hat gegen den Anfang vergangener Woche zurückgetretenen Ex-Vorstand der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK), Harald Petersen, ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Marktmanipulation in Mittäterschaft eingeleitet. Das berichtet das Hamburger Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in seiner neusten Ausgabe.

Petersen fungiert als einer der Verteidiger des ehemaligen SdK-Vizechefs Markus Straub im Prozess vor dem Münchner Landgericht. Die Ermittler werfen dem Juristen Petersen nun vor, er habe gewusst, dass Straub auf fallende Kurse bei der Firma Wirecard setzte, als die SdK 2008 vor dem Unternehmen warnte. Ein Sprecher Petersens äußert den Verdacht, die Staatsanwalt wolle mit dem Ermittlungsverfahren gegen den Ex-SdK-Funktionär womöglich Straubs Verteidigung schwächen. Die Staatsanwaltschaft hat beantragt, Petersen in dem nun beginnenden Verfahren auszuschließen. Die verbliebenen Verteidiger haben wegen Verfahrensverschleppung bereits Verfassungsbeschwerde eingelegt.