Deutschland will 200 afrikanische Flüchtlinge aus dem tunesisch-libyschen Grenzgebiet aufnehmen - DER SPIEGEL
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Deutschland will 200 afrikanische Flüchtlinge aus dem tunesisch-libyschen Grenzgebiet aufnehmen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Deutsche Behörden bereiten die Aufnahme von etwa 200 afrikanischen Flüchtlingen vor. Eine Delegation aus Mitarbeitern des Bundesinnenministeriums und des Auswärtigen Amtes will Anfang kommender Woche das Flüchtlingscamp "Choucha" im tunesischlibyschen Grenzgebiet besuchen, um die Aktion logistisch vorzubereiten. Bereits im Dezember hat die Innenministerkonferenz beschlossen, drei Jahre lang jährlich 300 Menschen im Rahmen eines von der Uno unterstützten "Resettlement"-Programms aufzunehmen. Nach Befragungen und Sicherheitsüberprüfungen vor Ort sollen die Flüchtlinge in den kommenden Monaten nach Deutschland ausgeflogen werden. Die meisten der derzeit mehr als 3000 in Choucha untergebrachten Afrikaner haben sich vor dem Bürgerkrieg in Libyen in Sicherheit gebracht. Viele kommen aus Somalia, Eritrea und dem Sudan. Kriterien für die Aufnahme sollen neben humanitären Aspekten Deutschlandbezüge und berufliche Qualifikationen sein.