Guttenberg-Comeback verzögert sich: keine Kandidatur für Bundestagswahl 2013 und Europawahl 2014
Die Auszeit des Ex-Verteidigungsministers Karl-Theodor zu Guttenberg von der Politik wird länger dauern als zunächst gemeldet. In Gesprächen mit den CSU-Kreisvorsitzenden in seinem Wahlkreis, Henry Schramm und Christian Meißner, machte Guttenberg am vergangenen Donnerstag klar, dass er nicht nur eine Kandidatur bei der Bundestagswahl 2013 ablehne, sondern auch für die Europawahl im anschließenden Jahr nicht zur Verfügung stehe. Spekulationen über eine Kandidatur Guttenbergs bei der Europawahl hatte es zuletzt immer wieder gegeben, zumal er erst Mitte Dezember einen Job als Berater der EU-Kommission zum Thema Internetfreiheit angenommen hat. CSU-Chef Horst Seehofer hatte am Donnerstag in einem Gespräch mit Guttenberg in der bayerischen Staatskanzlei für dessen Wiedereinstieg in die Politik geworben. Die Partei stehe ihm auch nach 2014 offen, versicherte Seehofer dem einstigen CSU-Star.