Schweizer Behörden ermitteln gegen mutmaßlichen Unterstützer der Zwickauer Terrorzelle
Im Fall des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) haben auch die Schweizer Behörden Ermittlungen aufgenommen. Die dortige Bundesanwaltschaft leitete gegen einen mutmaßlichen Helfer der Neonazis Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt ein Verfahren wegen des Verdachts der Unterstützung einer kriminellen Organisation ein. Der Mann steht im Verdacht, den NSU-Mördern bei der Beschaffung einer Pistole der Marke Ceska geholfen zu haben. Die Ermittlungen beruhen auf Informationen, die die deutschen Behörden den Eidgenossen gegeben haben. Demnach hatte ein Waffenhändler 1996 zwei Ceska-Pistolen an einen Privatkunden verkauft und per Post verschickt. Der Empfänger hatte behauptet, die Waffen nie erhalten zu haben. Mit einer der beiden Pistolen hatten Mundlos und Böhnhardt in den Jahren 2000 bis 2006 neun Einwanderer erschossen. Auffällig ist, dass von den insgesamt 20 bei den Neonazis sichergestellten Waffen auch eine Pumpgun aus der Schweiz kam.