Lufthansa und Air Berlin verlangen von Fluglotsen-Gewerkschaft gut drei Millionen Euro Schadensersatz - DER SPIEGEL
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Lufthansa und Air Berlin verlangen von Fluglotsen-Gewerkschaft gut drei Millionen Euro Schadensersatz

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Der härteste Tarifkampf in der Geschichte der Deutschen Flugsicherung (DFS) hat ein juristisches Nachspiel. Bereits vor gut einem Monat reichten die Lufthansa, Air Berlin und die irische Fluggesellschaft Ryanair beim Arbeitsgericht Frankfurt Schadensersatzklage gegen die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) ein. Sie hatte im Rahmen der erbittert geführten Auseinandersetzung im Spätsommer 2011 mehrfach mit Streiks ihrer rund 3000 Mitglieder gedroht. Dazu kam es allerdings nicht, stattdessen einigte man sich im Oktober auf einen Kompromiss. Trotzdem fordert nun allein die Lufthansa knapp 1,7 Millionen Euro von der Lotsengewerkschaft, unter anderem als Ausgleich für Stornierungen und Umbuchungen von Kunden, Verspätungen oder erhöhte Personalund Treibstoffkosten. Der Wettbewerber Air Berlin macht über 1,5 Millionen Euro geltend, der Billiganbieter Ryan air rund 44.000 Euro. Das Verhalten der Gewerkschaft in dem Tarifkonflikt sei unverhältnismäßig gewesen, rechtfertigt ein Air-Berlin-Sprecher das Vorgehen.Ein Lufthansa- Kollege argumentiert, die Fluglinie sei nach dem Aktiengesetz sogar verpflichtet, der artige Ansprüche geltend zu machen. Die GdF beruft sich dagegen auf das Gesetz, wonach Arbeitskämpfe oder deren bloße Androhung zur Durchsetzung von Lohnforderungen ausdrücklich zu lässig sind.