Baden-Württembergische Landesregierung rückt Glaeseker-Akten nicht raus
Der Staatsanwaltschaft Hannover fehlen im Ermittlungsverfahren gegen den früheren Sprecher von Bundespräsident Christian Wulff, Olaf Glaeseker, wegen des Verdachts der Bestechlichkeit wichtige Unterlagen. So war die baden-württembergische Landesregierung schon vor mehreren Wochen aufgefordert worden, Akten über den Nord-Süd- Dialog, eine Partyreihe des Eventmanagers Manfred Schmidt, herauszugeben. Die Veranstaltung fand abwechselnd in Hannover und Stuttgart statt und stand unter anderem unter der Schirmherrschaft des damaligen Ministerpräsidenten Günther Oettinger (CDU). Bislang seien aber weder die Papiere noch überhaupt ein Antwortschreiben in Hannover eingegangen, bemängeln die Ermittler. Keine Kenntnis haben sie bislang auch über das Ergebnis einer Durchsuchung von Geschäftsräumen Schmidts im schweizerischen Zug. Schmidt, der Glaeseker mit Gratisurlauben in Spanien und Südfrankreich bestochen haben soll, versucht derzeit mit einen Anwalt, die Herausgabe der Ermittlungsergebnisse nach Deutschland zu verhindern. Eine Entscheidung könne deshalb noch Wochen dauern, fürchten die Beamten in Hannover.