IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Lohn
Für die 3,6 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie soll es nach dem Willen der Gewerkschaft deutlich mehr Lohn geben. Der Bundesvorstand der IG Metall will am Dienstag dieser Woche seinen Tarifkommissionen empfehlen, in den bevorstehenden Verhandlungen eine Erhöhung um 6,5 Prozent zu verlangen. Dies sei ein Wert, der den Erwartungen in den sieben IG-Metall-Bezirken entgegenkomme, heißt es im Vorstand. Er entspricht auch den Vorstellungen von IG-Metall-Chef Berthold Huber. Für Zündstoff dürfte die Frage nach der Laufzeit des neuen Tarifvertrags sorgen. Die Arbeitgeber wollen eine möglichst lange Dauer bis mindestens Herbst nächsten Jahres. Führende Gewerkschaftsfunktionäre hingegen drängen auf eine kürzere Laufzeit, um mögliche Terminkollisionen mit Vorstandswahlen bei der Metallgewerkschaft zu vermeiden. Zudem verlangt die IG Metall die unbefristete Übernahme aller Auszubildenden sowie weitere Tarifregeln bei Zeitarbeit und Werkverträgen. Beides lehnen die Arbeitgeber ab.