SPIEGEL Opel-Chef Hendry soll gehen
Schon im Oktober soll nach Informationen des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL der erst seit 20 Monaten amtierende Opel-Chef Robert Hendry von seinem Posten abgelöst werden. Hauptgrund: Missmanagement bei der wechselseitigen Kapitalbeteiligung von General Motors (GM) und Fiat. Hendry wusste zwar schon Monate vor der Entscheidung von den Verhandlungen zwischen Fiat und der GM-Spitze in Detroit. Der Opel-Chef informierte seinen Vorstand aber erst zwei Stunden vor der Pressekonferenz in Turin über die Kooperation, obwohl die Zusammenarbeit vor allem Opel betrifft. Im Unternehmen herrscht seitdem große Unruhe, die in der vergangenen Woche zu Warnstreiks in mehreren Werken führte.
Hendry wird zudem vorgeworfen, er habe nach seinem Amtsantritt Ende 1998 öffentlich verkündet, Opel werde den Marktanteil in Deutschland wieder steigern. Tatsächlich sackt er jedoch weiter ab. Interesse an der Ablösung Hendrys hat vor allem Europa-Chef Michael Burns, der noch auf eine weitere Karriere innerhalb des GM-Konzerns hofft. Mit dem Austausch des Opel-Chefs kann er der Konzernzentrale in Detroit einen Schuldigen für die Misere in Europa präsentieren.