Agnes Hürland-Büning korrigiert Aussagen
In einem fünfseitigen Schreiben hat die ehemalige Verteidigungsstaatssekretärin Agnes Hürland-Büning (CDU) ihre Aussagen vom 27. April vor dem Untersuchungsausschuss zur Parteispendenaffäre in Berlin geändert. Wie das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL meldet, geht es bei 22 Streichungen im Protokoll der Ausschussvernehmung ausschließlich um ihre Geschäftsbeziehungen zum Lobbyisten Dieter Holzer.
Hürland-Büning hatte für mehrere Beraterverträge mit Thyssen, unter anderem beim Leuna-Deal, insgesamt rund 8,5 Millionen Mark Honorar erhalten. Ein Teil des Geldes floss über eine Firma Holzers, der auch in der Leuna-Affäre eine zentrale Rolle spielt, an einen ehemaligen Thyssen-Manager zurück. Vor dem Ausschuss hatte die CDU-Politikerin erklärt, dass ihr Thyssen-Engagement auf Vermittlung Holzers und aufgrund eines Vertrages mit ihm zustande gekommen sei. Dafür habe er 50 Prozent Fin-ders Fee erhalten. Nun sollen die Antworten zu diesem Komplex gestrichen werden. Hürland-Büning zieht sich bei Fragen zu Holzers Vermittlerrolle lieber auf ein Aussageverweigerungsrecht zurück.