SPIEGEL: Das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz soll zu Fall gebracht werden - DER SPIEGEL
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SPIEGEL Das Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz soll zu Fall gebracht werden

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Die Stromkonzerne Energie Baden-Württemberg und Bayernwerk wollen - nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL - in Brüssel das im Mai in Kraft getretene Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz zu Fall bringen. Mit dem Gesetz will die Bundesregierung umweltfreundliche Kraftwerke unterstützen, die Strom und Wärme zugleich erzeugen. Die mehrheitlich kommunal betriebenen KWK-Anlagen drohen dem Preisverfall im liberalisierten Strommarkt zum Opfer zu fallen. Bei einer "weiten Auslegung" des Gesetzes, so der Vorstandschef der Energie Baden-Württemberg, Gerhard Goll, in einem Beschwerdebrief an die EU-Wettbewerbskommission, ergebe sich ein "exorbitantes Fördervolumen" in Milliardenhöhe, mit der Folge "untragbarer Wettbewerbsverzerrungen". Für ihr Horrorszenario greifen die Stromer in die Trickkiste: Wo immer ganz normale Kraftwerke mit Abwärme auch nur einen Fischteich beheizten, könnten die Betreiber den KWK-Bonus verlangen - bis zu 68 Prozent des deutschen Stroms wären so förderungsfähig. Faktisch sind nur rund 12 Prozent des Stroms KWK-erzeugt.