Außereuropäische Länder beraten Maßnahmen gegen europäischen Emissionshandel für Fluggesellschaften
Außereuropäische Länder verschärfen den Kampf gegen Pläne der EU-Kommission, alle Fluggesellschaften in den Emissionshandel einzubeziehen. Demnach müssen die Airlines Verschmutzungsrechte für den CO2-Ausstoß ihrer Jets erwerben, wenn sie in Europa starten und landen wollen. Länder wie China, Russland, Indien oder die USA attackieren die EU-Klimaabgabe heftig, sie sehen unter anderem ihre Souveränitätsrechte verletzt. Einige Staaten haben ihren Airlines ausdrücklich untersagt, an dem System teilzunehmen, oder bereiten gesetzliche Ver bote vor. Nun erreicht der Streit die nächste Stufe der Eskalation. Auf Einladung des russischen Verkehrsministers Igor Lewitin treffen sich am Dienstag und Mittwoch kommender Woche rund zwei Dutzend Regierungs- und Airline-Vertreter im staatseigenen Moskauer Luxushotel "President", um über einen "Korb von Gegenmaßnahmen" zu beraten. Das geht aus dem vorläufigen Programm hervor. Am Ende der eineinhalbtägigen Veranstaltung wollen die Teilnehmer einen Protestbrief an die EU-Kommission formulieren und eine gemeinsame Erklärung verabschieden. Danach soll die Öffentlichkeit informiert werden.