Absturz in der Antarktis
Zwei deutsche Hubschrauber sind in der Antarktis verunglückt. An Bord befanden sich Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI). Der Vorfall ereignete sich bereits Mitte Dezember unweit der deutschen Neumayer-Polarstation, jetzt liegt dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL ein Bericht zum Unfallhergang vor. Die beiden Eurocopter gerieten demnach in einen Schneeschauer, der sie zur Notlandung zwang. Die Piloten verloren die Orientierung, weil in dem hellen, diffusen Licht ("Whiteout") jegliche Kontraste fehlen. Einer der Hubschrauber setzte hart auf dem Schelfeis der Atkabucht auf. Der zweite berührte kurz darauf in einer Rechtskurve mit seinen Rotorblättern den Eisboden und stürzte auf die Seite. Der Pilot und ein Passagier zogen sich Schrammen zu, beide Maschinen sind Schrott. "Wir waren alle sehr erschrocken, wie schnell sich das Wetter verschlechtert hat", sagte der Leiter der AWI-Logistik, Uwe Nixdorf, dem SPIEGEL. Die Hubschrauber hatten Forscher zu Bohrungen auf dem Schelfeis transportiert. Der Wetterbericht sagte "starke bis geschlossene Schichtbewölkung" mit schauerartigem Schneefall und mögliches "lokal Whiteout" vorher, wie es der vorläufige Bericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung vermerkt. Schon 2008 war es an der Polarstation zu einem Absturz mit zwei Toten gekommen. Auch wurde ein Forschungsflugzeug vor einigen Jahren bei der Landung irreparabel beschädigt.