Eishockeyprofi Stefan Ustorf drohen bleibende Hirnschäden - DER SPIEGEL
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Eishockeyprofi Stefan Ustorf drohen bleibende Hirnschäden

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Berliner Eishockeyprofi Stefan Ustorf ist offenbar schwerer am Kopf verletzt als bisher angenommen. Sein behandelnder Arzt Ingo Schmehl, Klinikdirektor der Neurologie am Unfallkrankenhaus Berlin, hat bei dem Kapitän der Eisbären eine ältere Narbe in der linken Gehirnhälfte entdeckt; dort befindet sich unter anderem das Sprachzentrum. Dies sagte Schmehl dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Die Narbe ist nach Einschätzung des Mediziners mit hoher Wahrscheinlichkeit das Resultat zahlreicher Gehirnerschütterungen im Verlauf der langjährigen Profi-Karriere Ustorfs. Der 38-Jährige leidet bereits unter Wortabrufstörungen, wie die Ärzte in Berlin bei Hirntests festgestellt haben. Der frühere Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, der sich am 6. Dezember im Spiel der DEL gegen die Hannover Scorpions ein Schädel-Hirn-Trauma zuzog, kämpft zudem nach eigenen Angaben mit den Folgen eines "Second Impact Syndrome". Ustorf meint zu wissen, dass er zum Zeitpunkt der Partie gegen Hannover bereits an einer Gehirnerschütterung litt, die noch nicht ausgeheilt gewesen sei. Er habe sie sich vermutlich neun Tage zuvor zugezogen, sagte Ustorf dem SPIEGEL. Ein solches Second Impact Syndrome erhöht nach Auffassung der Ärzte die Gefahr bleibender Hirnschäden.