Gesundheitsfonds droht Defizit - DER SPIEGEL
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Gesundheitsfonds droht Defizit

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die goldenen Zeiten der gesetzlichen Krankenversicherung werden wohl nicht mehr lange anhalten. Berechnungen der Interessenvertretung der Innungskrankenkassen (IKK e.V.) haben ergeben, dass dem Gesundheitsfonds bereits im kommenden Jahr ein Defizit von 760 Millionen Euro droht. 2014 könnte daraus ein Minus von 6,81 Milliarden werden - und das bei einem "Positiv-Szenario". Das "Negativ-Szenario" ergäbe ein Defizit von 5,22 Milliarden in 2013, im Folgejahr stünde ein Minus von 15,06 Milliarden. Man erwarte, dass sich die Konjunktur abschwäche, zudem würden einige Spargesetze auslaufen, wie etwa der Zwangsrabatt bei Arzneimitteln. Die Ausgaben für Medikamente, Ärztehonorare oder Klinikbehandlungen könnten deshalb in den kommenden Jahren um bis zu sechs Prozent steigen. Derzeit betragen die Reserven im Fonds knapp zehn Milliarden Euro. Viele Kassen warnen jedoch vor künftigen Defiziten, weil sie nicht wollen, dass die Politik den Beitragssatz senkt.