Ökofonds der Postbank soll in etlichen Rüstungs- und Atomfirmen engagiert sein - DER SPIEGEL
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Ökofonds der Postbank soll in etlichen Rüstungs- und Atomfirmen engagiert sein

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Die Postbank, einer der großen Anbieter sogenannter Nachhaltigkeitsfonds, hält sich bei der Anlagepolitik offenbar nicht allzu eng an eigene Vorgaben. Laut einer Studie im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion hält der Fonds Postbank Dynamik Vision (Volumen: 167 Millionen Euro) Aktien von 25 Unternehmen, die in der Rüstungsindustrie, und 35 Firmen, die in der Atombranche tätig sind. Größter Einzelposten im vermeintlichen Ökofonds der Deutsche-Bank-Tochter sind Anteilsscheine des französischen Ölkonzerns Total, der von Umweltschützern zum wiederholten Mal kritisiert wird. Dass die Postbank im Verkaufsprospekt keine detaillierten Angaben zur Zusammensetzung des Portfolios macht, kritisiert Ingo Scheulen vom Netzwerk Ökofinanz-21 als "eklatanten Transparenzmangel". Der Anlageberater sieht die Postbank jedoch als Teil eines größeren Problems: Nach seinen Recherchen entsprechen nur 40 der in Deutschland angebotenen 289 Nachhaltigkeitsfonds den Erwartungen von ökologisch orientierten Anlegern. Ein Postbank-Sprecher erklärt, dass man sich bei der Auswahl an internationalen Nachhaltigkeitsstandards orientiere, und verweist auf die Rechenschaftsberichte des Fonds.