Zwist in der Nato
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Der Start des geplanten Raketenschirms der Nato verzögert sich. Eigentlich wollte das Bündnis auf dem Gipfel der Staats- und Regierungschefs am 20. Mai in Chicago sein Prestigeprojekt für einsatzbereit erklären. Die erste Stufe soll unter anderem aus deutschen Patriot-Raketen bestehen sowie einem in der Türkei stationierten Radar zur Erkennung feindlicher Angriffe und einem US-Kriegsschiff mit Abfangraketen im Mittelmeer. Doch das Misstrauen unter den Partnern ist groß. So verärgert Washington die anderen Mitglieder durch die Weigerung, über die Schlagkraft seines Kreuzers im Mittelmeer Auskunft zu geben. Amerika drängt seine europäischen Partner zudem, teure US-Abfangraketen zu kaufen. Das missfällt besonders Dänemark und Deutschland.