Plagiatsjäger entschieden sich mit nur einer Stimme Mehrheit gegen Veröffentlichung der Schavan-Überprüfung - DER SPIEGEL
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Plagiatsjäger entschieden sich mit nur einer Stimme Mehrheit gegen Veröffentlichung der Schavan-Überprüfung

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Die Plagiatsjäger von "VroniPlag" entschieden mit nur einer Stimme Mehrheit, die Vorwürfe gegen Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) nicht auf ihrer Seite zu veröffentlichen. "Wir haben sehr lange diskutiert und die Abstimmung mehrmals verschoben", sagt ein Insider, "am Ende war es eine knappe Entscheidung mit nur einer Stimme Mehrheit dagegen." Daraufhin beschloss einer der Mitstreiter, die Ergebnisse der Plagiatssuche auf einer anderen Seite im Internet zu veröffentlichen; 56 von 325 überprüften Seiten der Dissertation seien problematisch. Schavan hat den Plagiatsvorwurf zurückgewiesen und die Uni Düsseldorf um eine Überprüfung ihrer Doktorarbeit aus dem Jahr 1980 gebeten. Die Plagiatsjäger hatten die Dissertation spätestens seit Silvester im Visier und in den folgenden Wochen einer Überprüfung unterzogen. "Alle Bücher, die Frau Schavan im Literaturverzeichnis aufgeführt hat, mussten digitalisiert werden, sofern sie nicht schon bei Google Books verfügbar waren", sagt der Insider, "dazu weitere Werke, die thematisch passen und aus denen sich Frau Schavan bedient haben könnte." Nach seiner Meinung sind die Plagiate "eindeutig, aber nicht so schwerwiegend wie in anderen Fällen"; auch die Zahl der problematischen Stellen sei vergleichsweise niedrig.