Japaner bieten mit um Eisenbahner-Wohnungen - DER SPIEGEL
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Japaner bieten mit um Eisenbahner-Wohnungen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Rund 30 Milliarden Mark will der japanische Finanzkonzern Nomura in den nächsten fünf bis sechs Jahren über seiner Frankfurter Tochter Principal Finance Group in Deutschland anlegen. Als erste Tranche der gewaltigen Investition will Nomura - laut einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL - die deutschen Eisenbahner-Wohnungen kaufen. Nachdem das Bundesverwaltungsgericht eine Gewerkschaftsklage gegen den Verkauf der Wohnungen abgewiesen hat, wird die Bundesregierung die rund 114.000 Wohnungen nun europaweit ausschreiben.

Die Japaner untermauern ihre Offerte mit weit reichenden sozialen Zusicherungen wie lebenslanges Wohnrecht für die Mieter und Ausschluss von Luxusmodernisierungen. 1998 hatte die Regierung Kohl einem von der WCM und ihrem Hauptaktionär Karl Ehlerding dominierten Konsortium den Zuschlag erteilt, obwohl Nomura mit 8,1 Milliarden Mark eine Milliarde mehr geboten hatte. Eine anschließende Millionen-Spende Ehlerdings an die CDU sorgte für Irritation.