Im Steuerstreit will der Kanzler den Dialog mit den Gegnern suchen
Bundeskanzler Gerhard Schröder will im Steuerstreit den Dialog mit seinen Widersachern suchen. In einem Gespräch mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL sagte er: "Wir werden mit jedem reden, mit dem zu reden ist." Und: "Das macht der Finanzminister, und auch ich werde das in der nächsten Woche tun."
Auch inhaltliche Korrekturen schließt Schröder nicht aus: "Für den Fall, dass jemand darüber sprechen will, muss man natürlich über den gesamten Komplex reden. Ich sage nur: Das Volumen kann nicht ausgeweitet werden. Denn sonst kommt die Konsolidierungspolitik in Gefahr."
Für den Fall des Scheiterns der Verhandlungen will Schröder "deutlich machen, an wem es gescheitert ist und welche Folgen das hat". Und: "Ich setze darauf, dass alle Ministerpräsidenten auch diejenigen, die einer großen Koalition vorstehen - sehr genau wissen, dass eine unterlassene Steuerreform ein halbes Prozent Wachstum und mehr als 100.000 Jobs kosten kann. Jede weitere Blockade ist eine Gefahr für den Aufschwung."