ThyssenKrupp plant Usinor-Übernahme nach Börsengang der Stahlsparte - DER SPIEGEL
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ThyssenKrupp plant Usinor-Übernahme nach Börsengang der Stahlsparte

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Düsseldorfer ThyssenKrupp AG will nach dem Börsengang ihrer Stahltochter mit dem weltgrößten französischen Stahlproduzenten Usinor fusionieren. Das schreibt das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der neuen Ausgabe. Erste vielversprechende Kontakte mit Usinor-Chef Francis Mer hat es bereits gegeben. Allerdings will ThyssenKrupp vor weiteren Gesprächen den Börsengang der eigenen Stahltochter im September abwarten, mit dem die Akquisitionswährung für einen Zusammenschluss geschaffen werden soll.

Wie DER SPIEGEL weiter berichtet, sei eine Voraussetzung für die Fusion, dass ThyssenKrupp-Chef Ekkehard Schulz den dann größten Stahlkonzern der Welt leite. Damit jedoch würde auch eine Vorentscheidung in der Frage der Doppelspitze bei ThyssenKrupp fallen. In ein bis zwei Jahren nämlich will der Ruhrkonzern bei einem weiteren Börsengang die Mehrheit an der Stahltochter abgeben. Den Vorstandsvorsitz in zwei unabhängigen Aktiengesellschaften gleichzeitig zu übernehmen ist jedoch nicht zulässig. Damit müsste Schulz die Führung vollständig an seinen bisher gleichberechtigten Partner Gerhard Cromme übertragen.