Wissenschaftler im Bündnis für Arbeit machen Druck
Die Wissenschaftler-Gruppe im Bündnis für Arbeit hat der Bundesregierung mehr Tempo bei der Reform des Arbeitsmarktes empfohlen. Das berichtet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL unter Berufung auf eine Studie des Forscher-Zirkels. Danach mache die günstige Konjunkturlage "den gegenwärtigen Zeitpunkt für substanzielle Reformen äußerst geeignet", heißt es in der Studie. Zudem hätten andere Länder in den vergangenen Jahren deutlich größere beschäftigungspolitische Erfolge erzielt als Deutschland. Deshalb sei "ein Richtungswechsel" zu einer "aktivierenden Arbeitsmarktpolitik notwendig".
Unter anderem schlagen die Wissenschaftler einen Ausbau der Leiharbeit sowie den verstärkten Einsatz privater Arbeitsvermittler für Zielgruppen und Zielbetriebe vor. Wer zumutbare Beschäftigung ablehne, für den müsse es künftig Sanktionen geben, empfiehlt die Beratergruppe. Teilnehmer an Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen dürften keine zusätzlichen Ansprüche auf Arbeitslosenunterstützung mehr erhalten.