Der neue Generalinspekteur der Bundeswehr hofft auf zusätzlich Milliardenbeträge der Regierung - DER SPIEGEL
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Der neue Generalinspekteur der Bundeswehr hofft auf zusätzlich Milliardenbeträge der Regierung

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Die geplanten Rationalisierungsmaßnahmen bei der Bundeswehr werden nach Ansicht des neuen Generalinspekteurs Harald Kujat nicht ausreichen, um die Reform der Streitkräfte und gleichzeitig den Kauf eines neuen Transportflugzeugs zu finanzieren. In einem Interview mit dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL erklärte Kujat, er vertraue darauf, dass die Regierung für das Flugzeug zusätzliche Milliardenbeträge bereitstellen werde. Bereits im August will der General außerdem prüfen, ob andere Rüstungsprojekte gestrichen werden können.

Ein Aufschieben oder Strecken von Beschaffungsvorhaben wie in früheren Jahren komme nicht in Frage, sagte Kujat, weil das nur weitere Kosten verursache. Als zusätzliche Sparmaßnahme will der General überalterte Waffensysteme und Fahrzeuge, die hohe Reparaturkosten verursachen, zumindest teilweise stilllegen. Kujat kündigte an, dass mit den Reformen bereits am 1. Oktober begonnen werde. In einem ersten Schritt würden die Logistik und der Sanitätsdienst zentralisiert und die militärische Führung gestrafft. Anfang 2002 werde dann der Wehrdienst auf neun Monate verkürzt.