Außenminister Fischer war in Lebensgefahr - DER SPIEGEL
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Außenminister Fischer war in Lebensgefahr

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Bei seiner Reise nach Ostasien ist Außenminister Joschka Fischer nur knapp an einem folgenschweren Konflikt mit Nordkorea vorbeigeschrammt. Das meldet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der neuen Ausgabe. Ohne Erlaubnis der dortigen Behörden war der Airbus A 310 der Luftwaffe, der Fischer zum G8-Außenministertreffen nach Miyazaki in Japan brachte, in den nordkoreanischen Luftraum eingedrungen. Die Nordkoreaner hatten Fischer den Überflug mit der Begründung verweigert, es handele sich bei der Maschine um militärisches Fluggerät der deutschen Luftwaffe, für das eine Überfluggenehmigung auf diplomatischem Wege eingeholt werden müsse. Zu diesem Zeitpunkt war das Flugzeug bereits in Helsinki abgeflogen.

Ende vergangener Woche protestierte der Vertreter der nordkoreanischen Sektion beim Auswärtigen Amt in Berlin gegen die "grobe Verletzung" der Souveränität Nordkoreas. Das Militär, das sich in ständiger Alarmbereitschaft befinde, habe "größte Rücksicht" gezeigt. Die Maschine sei nur deshalb nicht abgeschossen worden, weil Nordkorea sich bemühe, die Beziehungen zu Deutschland zu verbessern. Warum die gefährliche Route über Nordkorea gewählt wurde, ist bisher nicht geklärt.