Neue Spur zu Reemtsma-Millionen - DER SPIEGEL
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Neue Spur zu Reemtsma-Millionen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Unmittelbar vor der erwarteten Abschiebung des Reemtsma-Entführers Thomas Drach von Argentinien nach Hamburg haben Ermittler eine neue Spur zu den verschollenen Lösegeld-Millionen des 1996 entführten Multimillionärs Jan Philipp Reemtsma gefunden. Wie das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL berichtet, investierte Drach nach Recherchen der für Reemtsma arbeitenden Sicherheitsfirma Espo mehrere Millionen Mark in ein Immobilienprojekt an der Atlantikküste von Uruguay. Es gebe Indizien dafür, dass mindestens 1,7 Millionen Mark von einem Schweizer Konto, auf das Drach-Vertraute Zugriff hatten, auf ein Konto der Immobilienfirma Friman S.A. in Montevideo flossen.

Hinter der Firma steht laut SPIEGEL ein 54-jähriger Schweizer Geschäftsmann, der seit einigen Jahren in Uruguay lebt. Ob der Mann von Drachs möglicher Beteiligung an der Anlage "ParaÌso Suizo" ("Schweizer Paradies") weiß und ob ihm bekannt ist, wer Drach ist, konnte bislang nicht geklärt werden. Alle von der Friman S.A. im Internet und auf Broschüren angegebenen Telefonnummern sind falsch.

Wie der SPIEGEL weiter berichtet, wurden alle Telefongespräche Drachs aus der Haftanstalt abgehört und mitgeschnitten. Ermittler versuchten sogar - vergebens - aus Abdrücken auf seiner Schreibunterlage Briefe oder Kassiber zu rekonstruieren. (DER SPIEGEL 30/00, Seite 29)