Holzer erneut unter Verdacht - DER SPIEGEL
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Holzer erneut unter Verdacht

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Unter dem Aktenzeichen 28 Js 273/00 ermittelt die Staatsanwaltschaft Düsseldorf gegen Dieter Holzer, der als eine der zentralen Gestalten der Leuna-Affäre gilt, jetzt in einem anderen Fall wegen des Verdachtes der Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Das berichtet das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL in der kommenden Ausgabe. In dem Düsseldorfer Ermittlungsverfahren geht es um die Beratungsgeschäfte der ehemaligen Verteidigungsstaatssekretärin Agnes Hürland-Büning. Bis Mitte der neunziger Jahre kassierte die CDU-Frau rund 8,5 Millionen Mark vom Thyssen-Konzern an Beratungshonorar.

Über Holzers Liechtensteiner Firma Delta International Establishment flossen davon rund drei Millionen Mark 1995 zurück an den ehemaligen Thyssen-Manager Herbert Ernst Gatzen. Das Geld wurde von der Delta an der deutschen Steuer vorbei an die Deron-Stiftung in Liechtenstein überwiesen, die Gatzen, nach eigener Aussage, seit Jahren gehört. Bereits Mitte Juni durchsuchten die Staatsanwälte im Rahmen ihrer Ermittlungen die Wohnungen des Ex-Thyssen-Managers und der Politikerin sowie Büros der Thyssen Rheinstahltechnik. Während bei Gatzen wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung, Untreue und des Betruges ermittelt wird, lautet der Vorwurf bei Hürland-Büning auf Beihilfe zur Steuerhinterziehung und zur Untreue. (DER SPIEGEL 30/00, Trends)