Ermittlungen gegen Diskuswerfer Schult
Wegen uneidlicher Falschaussage ermittelt die Staatsanwaltschaft Schwerin nach Informationen des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL gegen den Diskus-Olympiasieger Jürgen Schult. Der Sportler, mit einer Weite von 74,08 Metern seit 1986 Weltrekordler, hatte bei einem Gerichtsverfahren wegen Körperverletzung gegen einen ehemaligen Betreuer als Zeuge ausgesagt, keine Dopingmittel eingenommen zu haben. Frühere Clubkameraden hatten dagegen Schult als Konsumenten von Anabolika belastet. Auch in einschlägigen Dokumenten wie in Arbeiten von Sportwissenschaftlern wird der ehemalige Welt- und Europameister als Doping-Täter geführt. Der Ausgang des Verfahrens ist laut Staatsanwaltschaft "noch offen". Schult, der auch als Wurf-Bundestrainer im Gespräch ist, bereitet sich derzeit auf die Olympischen Spiele im September in Sydney vor. (DER SPIEGEL 30/00, Panorama Deutschland)