Immer mehr Deutsche geraten in den Sog der Batliner-Ermittlungen - DER SPIEGEL
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Immer mehr Deutsche geraten in den Sog der Batliner-Ermittlungen

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Im Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Beihilfe zur Steuerhinterziehung gegen den Liechtensteiner Treuhänder und Kohl-Freund Herbert Batliner geraten im-mer mehr wohlhabende Deutsche ins Visier der Behörden. Das schreibt das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der aktuellen Ausgabe. Die Bochumer Staatsanwaltschaft ermittelt gegen eine Vielzahl von Beschuldigten.

Vor wenigen Tagen wurden mehrere Objekte durchsucht, darunter eine bekannte Vermögensverwaltungssozietät in der Düsseldorfer Königsallee. Hintergrund der Ermitt-lungen ist eine CD-Rom mit internen Daten aus der Batliner-Kanzlei, die der Bochumer Behörde anonym zugesandt worden war. Bislang haben Düsseldorfer und Bochumer Steuerfahnder auf der Datei die Namen von mindestens 400 deutschen Kunden des Treuhänders gefunden.

Einer davon, der Milliardär Friedrich Karl Flick, hatte bereits vor rund zwei Jahren Selbstanzeige bei den Behörden erstattet, was theoretisch vor Strafe schützen kann. Da die Fahnder die Selbstanzeige, in der Flick die Hinterziehung eines dreistelligen Millionenbetrages eingeräumt haben soll, als unvollständig angesehen haben, ermittelt die Staatsanwaltschaft Düsseldorf in einem eigenen Verfahren auch gegen den Milliardär, so DER SPIEGEL. Neben den Verfahren gegen Batliner und dessen Kunden bereitet die Staatsanwaltschaft Bochum auch neue Anklagen gegen ehemalige VEBA-Manager vor. (DER SPIEGEL 32/00, Seite 44)