Rentner sollen künftig höhere Krankenkassenbeiträge zahlen
Pflichtversicherte Arbeitnehmer müssen damit rechnen, als Rentner höhere Beiträge für ihre gesetzliche Krankenversicherung zu zahlen. Dies fordert der grüne Haushaltspolitiker Matthias Berninger, in einem Schreiben an Gesundheitsministerin Andrea Fischer und die grüne Fraktionsspitze. Wie das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL meldet, will Berninger bei der Berechnung der Kassenbeiträge von Rentnern auch zusätzliche Einkünfte wie Zinsen und Mieteinnahmen berücksichtigen. Bislang müssen etwa eine Million freiwillig versicherte Rentner mit Zusatzeinnahmen Beiträge zahlen - laut Bundesverfassungsgericht eine grundgesetzwidrige Ungleichbehandlung. Die derzeit über 15 Millionen pflichtversicherten Senioren will Berninger nicht schröpfen; betroffen wären nur künftige Rentnergenerationen. Würde der Vorschlag Realität, kämen laut Berninger jährlich rund 600 Millionen Mark zusätzlich in die Kassen der Gesetzlichen Krankenversicherung. (DER SPIEGEL 32/00, Panorama Deutschland)