Großer Aufwand für die Lkw-Maut
Die geplante Einführung einer entfernungsabhängigen Autobahngebühr für Lkw kostet zunächst Geld: nach Berechnungen von Verkehrspolitikern bis zu 600 Millionen Mark im ersten Jahr für die Überwachungssysteme. So müssten an deutschen Grenzen womöglich Stationen aufgebaut werden, an denen selten durch Deutschland fahrende Lkw mobile Messgeräte empfangen und abgeben sollen; alle Dauerfahrer müssten mit festen Sendern ausgestattet werden, die via Satellit die zurückgelegten Strecken melden. Weitere Kosten entstünden durch neues Personal für die Verwaltung, das Inkasso und die Kontrolle der Lastwagen. Doch - so schreibt das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL - der Aufwand rechnet sich: Pro Pfennig der geplanten Lastwagen-Maut kalkuliert Berlin mit Gesamteinnahmen von rund 220 Millionen Mark. Bei einer derzeit diskutierten Gebühr von 25 Pfennig pro Kilometer für Lkw mit über zwölf Ton-nen kämen Einnahmen von 4,8 Milliarden Mark jährlich zusammen - netto, nach Abzug der Kosten. (DER SPIEGEL 32/00, Trends)