Aus Kostengründen Sicherheitslücken am Flughafen Frankfurt - DER SPIEGEL
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Aus Kostengründen Sicherheitslücken am Flughafen Frankfurt

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bei den Passagier- und Handgepäckkontrollen am Frankfurter Flughafen will das Bundesinnenministerium "kleinere Sicherheitslücken" in Kauf nehmen, um Geld zu sparen. Das meldet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der neuen Ausgabe. Der Bundesrechnungshof hatte zuvor moniert, dass die Überprüfung der Reisenden am größten deutschen Airport "weit über 20 Millionen Mark pro Jahr" zu teuer sei. Doch die Frankfurter Flughafen AG (FAG), die nach einem 1995 mit dem BMI geschlossenen Vertrag die Kontrollen durchführt, bietet nach internen Verhandlungen bisher lediglich an, neun der jährlich 114 Millionen Mark einzusparen.

Um die Kosten weiter zu senken, drängt das Innenministerium, das für die Sicherheit der Fluggäste zuständig ist, auf einschneidende Änderungen beim Personal. So sollen künftige Kontrolleure nicht mehr als FAG-Angestellte nach dem Tarif des öffentlichen Dienstes bezahlt werden, sondern nur noch Billiglöhne bekommen, wie schon jetzt an anderen Flughäfen. "Nach Abwägung aller Umstände", heißt es in einem BMI-Papier, sei dies die beste Variante, da "weniger bzw. kleinere Sicherheitslücken zu erwarten" seien als bei anderen Sparkonzepten. Bei einem Gespräch nächste Woche in Frankfurt will der Parlamentarische Staatssekretär im BMI, Rudolf Körper, noch einmal Druck machen. Für Körper sind "Sicherheitsstandards fast eine Glaubensfrage"; wie sicher ein Kontrollsystem sei, "könne niemand völlig objektiv entscheiden". (DER SPIEGEL 32/00, Panorama Deutschland)