SPIEGEL: In Thüringen offenbar mehr Angst vor Linksextremisten - DER SPIEGEL
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SPIEGEL In Thüringen offenbar mehr Angst vor Linksextremisten

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Thüringens CDU-Landesregierung schätzt die Bedrohung durch Linksextremisten immer noch höher ein als die durch Rechtsextremisten. Das zeigen laut einer Meldung des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL geheime Planungsvorgaben für neue Räume des Landesamtes für Verfassungsschutz. Obwohl gerade Thüringen als eine Hochburg gewalttätiger Neonazis gilt, muss das Referat 22 ("Rechtsextremismus") mit neun Räumen auf 156 Quadratmetern auskommen. Für das Referat 21 ("Linksextremismus") sind dagegen 16 Büroräume auf einer 252 Quadratmeter großen Fläche vorgesehen. Dabei hatten die Verfassungsschützer selbst in ihrem jüngsten Bericht auf die Zunahme rechtsextremistischer Gewalttaten hingewiesen. Die Zahl bekannter Mitglieder und Anhänger neonazistischer Organisationen wuchs danach um 200 auf 1520 an, während die Zahl der Anhänger linksextremer Gruppen mit 350 stagnierte. Verfassungsschutzpräsident Helmut Roewer war Anfang Juni vom Dienst suspendiert worden, nachdem er einräumen musste, jahrelang einen Neonazi als Spitzel eingesetzt zu haben.