SPIEGEL: Anklage wegen Meineids gegen Olympiasiegerin - DER SPIEGEL
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SPIEGEL Anklage wegen Meineids gegen Olympiasiegerin

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Die Berliner Staatsanwaltschaft hat gegen die Olympiasiegerin Rita Schiemann vor dem Amtsgericht Tiergarten Anklage wegen des Verdachts des Meineids erhoben. Das meldet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der neuen Ausgabe. Schiemann, unter ihrem Mädchennamen Kühne 1972 in München mit der 4x400-Meter-Staffel der DDR Gewinnerin der Goldmedaille, hatte als Zeugin im Dopingprozess gegen den Sportarzt Bernd Pansold unter Eid bestritten, Dopingpräparate verabreicht bekommen zu haben. Bei einer früheren Vernehmung durch die Polizei hatte sie jedoch bereits die Einnahme des Anabolikums Turinabol gestanden. In einer beschlagnahmten Patientenakte fanden die Ermittler hinter dem Namen der Sportlerin den Nachsatz: "Hautausschlag nach Turinabol".

In einem anderen Verfahren ermittelt die Hamburger Staatsanwaltschaft gegen Eisschnelllauf-Bundestrainer Stephan Gneupel wegen des Verdachts auf Prozessbetrug. Der ehemalige Betreuer der Eisschnelllauf-Weltmeisterinnen Gunda Niemann-Stirnemann und Franziska Schenk hat stets abgestritten, jemals Dopingmittel verabreicht zu haben, unter anderem in einem Verfahren vor dem Landgericht Hamburg. Athleten hatten das Gegenteil behauptet. Zuletzt wurde in Erfurt ein Verfahren gegen Gneupel wegen Körperverletzung durch Doping gegen Zahlung einer Geldauflage in Höhe von 4000 Mark eingestellt.