Der Griff zu Biodrogen kommt in Mode
Kinder und Jugendliche experimentieren zunehmend mit psychoaktiven Pflanzen. Wie das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der kommenden Ausgabe berichtet, steigen die Missbrauchsfälle von Stechapfel, Engelstrompete und Bilsenkraut seit Jahren an. Bundesweite Zahlen gibt es nicht, aber in Rheinland-Pfalz etwa kletterte die Zahl der gemeldeten Vergiftungen von 35 im Jahr 1996 auf 109 im vergangenen Jahr. Dabei wird nur ein Bruchteil der tatsächlichen Fälle bekannt.
Die Pflanzen verursachen Halluzinationen, ähnlich stark wie Marihuana oder Haschisch. Aber sie sind legal und problemlos in Gärten oder Wäldern zu finden. Anleitungen für Ernte und Zubereitungen sind laut SPIEGEL für jeden zugänglich im Internet verfügbar. "Im Moment sind die Nachtschattengewächse groß in Mode", sagt der Wissenschaftler Frank Löhrer, Leiter einer Drogen-Therapieklinik.