Neue Geschäftsstrategie bei der Allianz - DER SPIEGEL
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Neue Geschäftsstrategie bei der Allianz

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Allianz will unrentable Industriebeteiligungen konsequent verkaufen und künftig verstärkt in Start-Ups und High-Tech-Firmen investieren. Das berichtet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der neuen Ausgabe. Der für die Firmenbeteiligungen zuständige Allianz-Vorstand Paul Achleitner hat die neue Anlage-Strategie des größten deutschen Versicherers vergangene Woche gegenüber dem Aufsichtsrat erläutert. Dabei sagte Achleitner, die jungen Unternehmen hätten oft deutlich bessere Wertsteigerungen zu verbuchen, als die Traditionkonzerne.

Achleitner will auch das sogenannte "public to private" Geschäft ausbauen, so DER SPIEGEL unter Berufung auf Teilnehmer der Sitzung. Dabei kauft die Allianz unterbewertete Unternehmen von der Börse um sie neu auszurichten oder zu sanieren und nach einigen Jahren weiter zu verkaufen. Jährliche Renditen von 20 bis 30 Prozent sind bei diesem Firmenhandel keine Seltenheit. Achleitner will bei solchen Geschäften nach Möglichkeit stets einen Partner mit Branchen-Know-How einbinden.

Als strategische Beteiligungen bezeichnete der Allianz-Vorstand lediglich die Dresdner Bank, an der die Allianz 21 Prozent hält, sowie den 17prozentigen Anteil an der HypoVereinsbank und den 25prozentigen Anteil an der Münchener Rück. Alle Beteiligungen seien zu klein, um strategischen Einfluß ausüben zu können, kritisierte Achleitner. "Da fehlt das Drohpotential", sagte er dem SPIEGEL zufolge vor dem Aufsichtsrat. (DER SPIEGEL 38/00, Seite 100)