IWF prognostiziert stärkeres Wachstum für Deutschland
Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat nach einem Bericht des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL seine Prognose für das Wirtschaftswachstum in Deutschland nach oben korrigiert. In diesem Jahr werde das Bruttoinlandsprodukt um 2,9 Prozent zulegen, schreibt das Magazin unter Berufung auf den World Economic Outlook des IWF, der am kommenden Dienstag veröffentlicht wird. Im Frühjahr hatte der IWF noch 2,8 Prozent vorausgesagt. Für 2001 bleibe es bei der Prognose von 3,3 Prozent. Die Arbeitslosigkeit wird laut IWF in diesem Jahr bei 7,9 Prozent liegen, 2001 aber auf 7,5 Prozent sinken.
Beim Wachstum liegt Deutschland damit in beiden Jahren unter dem Durchschnitt der Euro-Mitgliedsländer. Die sogenannte Euro-Zone wird 2000 um 3,5 Prozent wachsen, 2001 um 3,4 Prozent. Die Arbeitslosigkeit sinkt von 9,0 Prozent auf 8,3 Prozent. Lobend äußerte sich der IWF-Bericht über die Haushaltskonsolidierung und die Steuerreform in Deutschland. Die Währungsfonds-Ökonomen forderten die Bundesregierung aber auf, endlich die Rentenreform zu verabschieden und für mehr Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt zu sorgen. (DER SPIEGEL 38/00, Trends)