Gratis-Audi für Haider
Die Vorliebe von Österreichs Rechtspopulisten Jörg Haider für schnelle Autos und deutsche Wertarbeit bringt den Volkswagen-Vorstand in Erklärungsnöte. Wie das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL schreibt, hatte die VW-Tochter Audi dem international geächteten Landeshauptmann Kärntens einen Gratiswagen zur Verfügung gestellt. Hintergrund: Haider hatte sein altes Fahrzeug - einen BMW - abgegeben und wollte auf Audis Spitzenmodell umsteigen. Für die vierwöchige Wartezeit bis zur Auslieferung der Nobel-Limousine stellten die Ingolstädter dem Rechtsaußen gratis einen allradgetriebenen Wagen mit Ingolstädter Kennzeichen zur Verfügung. Als Haider mit der schnittigen Karosse in eine Radarkontrolle geriet, flog der Freundschaftsdeal auf. Vergangene Woche schickte VW eigens seinen Sprecher Klaus Kocks nach Wien, um die "politisch brisante Nummer" zu bereinigen, so Kocks. Ergebnis: Der Gratis-Wagen ist zurück in Deutschland. Haider fährt inzwischen seine Audi-Limousine, aber auf Staatskosten. (DER SPIEGEL 39/00, Panorama Deutschland)