Internationale Energie-Agentur kritisiert Steuersenkungen - DER SPIEGEL
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Internationale Energie-Agentur kritisiert Steuersenkungen

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Der Direktor der Internationalen Energie-Agentur in Paris, der Brite Robert Priddle, warnt die westlichen Regierungen vor Eingriffen in den Ölmarkt. "Steuersenkungen können leicht verpuffen", kritisierte der IEA-Chef in einem Interview mit dem Nachrich-ten-Magazin DER SPIEGEL, sie könnten sogar vom Ölkartell der Opec als "Einladung zu weiteren Preissteigerungen missverstanden werden". Zudem, so Priddle, setzten sie in den Augen vieler europäischer Regierungen ein "ökologisch falsches Signal". Die Entscheidung von US-Präsident Bill Clinton, 30 Millionen Barrel aus staatlichen Reserven auf den Markt zu werfen, sieht Priddle zwar als "das gute Recht" Washing-tons. Grundsätzlich aber warnt die IEA vor Regulierungsinterventionen. Es sei "nicht weise", die Reserven "ohne einen echten Notfall abzubauen". Der allerdings könnte eintreten, wenn der Irak seine Drohungen wahr machen würde, den Ölhahn aus politi-schen Gründen wieder zuzudrehen. Priddle: "Eine solche Aktion wäre ein schwerer Schlag." (DER SPIEGEL 40/00, Seite 234)