720.000 Mark für den Stiftungsvorstand?
Die Stiftung von Bund und Wirtschaft für ehemalige NS-Zwangsarbeiter will ihren Vorstand nach einer Meldung des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL mit 720.000 Mark jährlich entlohnen. Diese Summe steht im Haushaltsentwurf der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" unter dem Posten "Vergütungen für den Vorstand". Die drei Gremiumsmitglieder, der ehemalige Justizminister Brandenburgs, Hans-Otto Bräutigam, Michael Jansen, Generalbevollmächtigter des Chemiekonzerns Degussa-Hüls, und Israels langjähriger Botschafter in Deutschland, Avi Primor, kämen demnach auf ein Jahresgehalt von jeweils 240.000 Mark. Die Zwangsarbeiter erhalten für ihre Fron einmalig höchstens 15.000 Mark. Der Vorstand war aus Kreisen des Kuratoriums als "Honoratiorengremium" kritisiert worden. (DER SPIEGEL 40/00, Panorama Deutschland)