Grüne gegen Kirchgeld in NRW - DER SPIEGEL
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Grüne gegen Kirchgeld in NRW

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die evangelische Kirche in Nordrhein-Westfalen wirft Regierungschef Wolfgang Clement Wortbruch vor. Das schreibt das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL in der neuen Ausgabe. Bei einer Kabinettssitzung mit Kirchenvertretern hatte Clement schon im vergangenen Jahr versprochen, in NRW das so genannte Kirchgeld einzuführen. Es würde Ehepaare treffen, in denen nur der nicht berufstätige Partner einer Kirche angehört – etwa die Ehefrau, die wegen der Kinder in der Kirche geblieben ist. Dabei soll der nicht-kirchliche Ehepartner künftig für den kirchlichen wie auch in anderen Bundesländern üblich Kirchgeld zahlen – je nach Einkommen zwischen 216 und 4500 Mark im Jahr.

Dagegen aber sperrt sich Clements grüner Koalitionspartner. Vertreter der evangelischen Kirche sprechen bereits von einem „schweren Konflikt zwischen Staat und Kirche“. In der kommenden Woche wollen die Kirchenoberen im Gespräch mit allen Fraktionsvorsitzenden für das Projekt werben, von dem sie sich jährliche Mehreinnahmen von über 30 Millionen Mark versprechen. Juristisch ist das Kirchgeld durch das Kirchensteuergesetz abgesichert. (DER SPIEGEL 41/00, Panorama Deutschland)