Bundesrechnungshof rügt teure Flugbereitschaft der Bundeswehr - DER SPIEGEL
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Bundesrechnungshof rügt teure Flugbereitschaft der Bundeswehr

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Flugbereitschaft der Bundeswehr transportiert die deutsche Politprominenz zu hohen Kosten. Wie das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL berichtet, kritisiert ein vertraulicher Bericht des Bundesrechnungshofes die Beförderungskosten, die sich "nur im Ausnahmefall rechtfertigen lassen". Es gebe zu viele Leerflüge und gelegentlich nur einen Passagier, so dass die Kosten pro Passagier astronomische Höhen erreichen. So schlägt ein Tagestrip von Berlin nach Paris und zurück mit rund 50.000 Mark zu Buche.

Wie der SPIEGEL weiter berichtet, nutzen die Minister der rotgrünen Regierung die Flugbereitschaft ausgiebig. So flog Innenminister Otto Schily 1999 zur Leichtathletik-WM nach Sevilla und eine Woche darauf zum Länderspiel nach Helsinki; Gesamtkosten: 240.000 Mark. Den Rekord hält Walther Leisler Kiep. Im Auftrag der Bundesregierung sollte der Ex-Schatzmeister der CDU der türkischen Regierung einen Brief überbringen, Kosten der Luftpost: 150.000 Mark. (DER SPIEGEL 43/00, Seite 80)