Staatssekretär Tacke als Sherpa im Gespräch - DER SPIEGEL
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Staatssekretär Tacke als Sherpa im Gespräch

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Im Gerangel um den Posten des Sherpas, des wichtigsten wirtschaftpolitischen Beraters von Kanzler Gerhard Schröder, gibt es einen neuen, aussichtsreichen Kandidaten. Dies meldet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. Wirtschaftsstaatssekretär Alfred Tacke werden dem Bericht zufolge innerhalb der Bundesregierung gute Chancen eingeräumt, Nachfolger des bisherigen Amtsinhabers Klaus Gretschmann zu werden. Der Sherpa bereitet für den Bundeskanzler die Weltwirtschaftsgipfel der G-7-Staaten vor. Gretschmann, der auch Leiter der Wirtschaftsabteilung im Kanzleramt ist, wird spätestens Anfang kommenden Jahres nach Brüssel zum Europäischen Rat wechseln.

Mit Tacke stünde dem Kanzler ein Vertrauter aus gemeinsamen niedersächsischen Tagen zur Seite. Durch seine Berufung, schreibt DER SPIEGEL, würde Schröder zudem einen erbitterten Kompetenzstreit innerhalb der Regierung lösen und vor allem das Wirtschaftsministerium entschädigen. Dieses fordert vom Finanzministerium immer noch die Rückgabe der 1998 entrissenen Grundsatzabteilung. Hans Eichel lehnt dies strikt ab, was die Chancen seines Finanzstaatssekretärs Caio Koch-Weser für den Sherpa-Job mindert. Denn Schröder will das Amt nur dann dem Finanzministerium übertragen, wenn Eichel die Grundsatzabteilung wieder ans Wirtschaftsministerium abtritt. Entgegen aller Dementis macht sich auch Michael Steiner, der außen- und sicherheitspolitische Berater des Kanzlers, immer noch Hoffnungen auf den Sherpa-Job. (DER SPIEGEL 43/00, Trends)