A400M: Weitere Probleme mit Transportflugzeug - DER SPIEGEL
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Weitere Probleme mit Transportflugzeug A400M

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Die Luftwaffe kämpft mit weiteren Mängeln an ihrem Transportflugzeug A400M. An wichtigen Bolzen, die das gewaltige Heckruder des Flugzeugs halten, sind Defekte festgestellt worden, die auf mangelnde Qualitätskontrolle beim Hersteller Airbus zurückzuführen sind. Das einzige Exemplar des Transportflugzeugs bei der Bundeswehr steht derzeit am Boden – weil die Ursache für den Absturz eines A400M Anfang Mai noch nicht zweifelsfrei geklärt ist. Wegen der immer neuen Verzögerungen bei der Maschine hat die Luftwaffe bereits einen teuren Notflugplan erstellt. Damit die Bundeswehr in den kommenden Jahren überhaupt noch über Transportflieger und besonders über sogenannte geschützte Modelle mit einer Raketenabwehr verfügt, sollen die altersschwachen "Transall"-Flugzeuge vom Typ C-160 nun bis 2021 fliegen. Derzeit lässt Verteidigungsstaatssekretärin Katrin Suder eine Kostenliste erstellen, die Grundlage für Schadensersatzforderungen an Airbus sein wird. Darin rechnet die Luftwaffe für den Erhalt des "Transall"-Fliegerhorsts Hohn in Schleswig-Holstein sowie das benötigte Personal von 650 Piloten und Technikern mit mindestens 300 Millionen Euro Mehrkosten.