AfD will missliebige Abgeordnete loswerden - DER SPIEGEL
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AfD will missliebige Abgeordnete loswerden

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Chef der brandenburgischen "Alternative für Deutschland", Alexander Gauland, will sich einiger seiner designierten Landtagsabgeordneten entledigen, er fürchtet um seinen Ruf.

Vergangenen Sonntag wurden elf AfDler in den Landtag in Potsdam gewählt, bei vieren ist mittlerweile öffentlich, dass sie zuvor Mitglied in rechtspopulistischen oder rechtsextremen Parteien waren. Einer von Gaulands engsten Vertrauten erarbeitet gerade einen Plan, sie zur Aufgabe ihres Mandats zu drängen. Um Druck aufzubauen, wolle man beispielsweise anonym Strafanzeigen erstellen. Dies soll bis Ende dieser Woche geschehen, bevor der Landeswahlleiter die Mandate offiziell vergibt. Ein kleines Team sucht nun nach Verfehlungen. Sollte ein Betroffener sein Mandat nicht zurückgeben, "kann er aus der noch zu gründenden Fraktion ausgeschlossen werden bzw. für eine Legislatur als Hinterbänkler, mit dem keiner sprechen will, sein Mandat erfüllen", schreibt ein Vertrauter Gaulands.

Auf der Liste stehen nach Informationen des Nachrichten-Magazins DER SPIEGEL: Thomas Jung, Steffen Königer, Rainer van Raemdonck und Sven Schröder.