AfD will rechte Neu-Mitglieder wieder loswerden
Die nationalkonservative Alternative für Deutschland (AfD) will zwei prominente Neu-Mitglieder loswerden. Dabei handelt es sich um den rechten Verleger Götz Ku bitschek und dessen Ehefrau Ellen Kositza aus dem Landesverband Sachsen-Anhalt. Kubitschek war Hauptredner beim Aufmarsch der Leipziger Legida-Bewegung, wo er Politiker als "Maulwerker" schmähte und forderte: "Wir müssen dafür sorgen, dass dieses Land unser Land bleibt." Seine Frau beklagte im ZDF, sie sei "aus Offenbach geflohen", weil es dort in der Innenstadt schon "90 Prozent Ausländer" gebe. AfD-Chef Bernd Lucke beteuert stets, seine Partei habe ein ausgeklügeltes Aufnahmeverfahren, das eine Unterwanderung durch Rechte verhindere. Dieses hat offenbar an der Basis versagt. Die AfD-Führung hat nun erstmals von einem neuen Recht aus der Parteisatzung Gebrauch gemacht: "Nachdem der Bundesvorstand über die Mitgliedsanträge Kenntnis erlangte, hat er den Anträgen fristgerecht widersprochen", sagt Vorstandsmitglied Patricia Casale, "damit sind sie abgelehnt."