Allianz plant Einstieg in Tennet-Netze
Der Münchner Allianz-Konzern möchte sich an Teilen des Tennet-Stromnetzes beteiligen und mit Milliardeninvestitionen helfen, Offshore-Windparks in der deutschen Nordund Ostsee anzuschließen. Entsprechende Pläne hat der Versicherungskonzern kürzlich beim Bundeswirtschaftsministerium in Berlin vorgestellt. Auch mit Tennet wurden bereits intensive Verhandlungen geführt – bislang jedoch ohne Ergebnis. Offenbar will sich der niederländische Netzbetreiber nicht auf eine klare Strategie festlegen und verhandelt nun parallel auch mit weiteren Investoren. Offiziell wollten sich beide Seiten nicht äußern. Tennet war in den vergangenen Monaten massiv in die Kritik geraten, weil das Unternehmen die dringend benötigten Stromanschlussleitungen für große Offshore- Windparks nicht rechtzeitig bereit stellen konnte. Teilweise verzögern sich Projekte um mehr als ein Jahr, weil die Niederländer das entsprechende Kapital bislang nicht aufbringen konnten.