Alttarifvertrag bremst Umbau bei der Lufthansa - DER SPIEGEL
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Alttarifvertrag bremst Umbau bei der Lufthansa

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der Lufthansa-Konzern muss bei seinen für die kommenden Jahre geplanten Stellenstreichungen in der Bodenabfertigung und Techniksparte deutlich härtere Auflagen erfüllen als die meisten seiner Wettbewerber in ähnlichen Fällen. Das meldet das Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL unter Berufung auf einen bislang nur Insidern bekannten, mehr als 35 Jahre alten Tarifvertrag.

Laut dem sogenannten Rationalisierungsschutzabkommen aus dem Jahr 1980, das der Vorstand kürzlich gekündigt hat, um es zu modernisieren, muss Lufthansa-Bodenmitarbeitern beim Wegfall ihrer Stelle ein Ersatzarbeitsplatz im Unternehmen angeboten werden. Angestellten, die länger als 15 Jahre im Konzern tätig sind, darf nach der Vereinbarung generell nicht gekündigt werden. Stattdessen müssen ihnen "andere, angemessene Aufgaben" übertragen und eventuelle Gehaltseinbußen ausgeglichen werden. Die Lufthansa will bis 2021 acht Bodenstationen an Standorten wie Bremen, Stuttgart oder Hannover schließen. Außerdem sollen bei der Triebwerksinstandhaltung der Tochter Lufthansa Technik in den nächsten Jahren bis zu 600 Stellen wegfallen.