Auseinandersetzungen bei VW-Zulieferer Teka
Die Auseinandersetzungen bei dem VW- und Siemens-Zulieferer Teka im Münsterland nehmen an Schärfe zu. Vergangene Woche eskalierte die Situation auf einer Mitarbeiterversammlung des Absaugspezialisten: Betriebsräte seien von einem der Geschäftsführer als "Nestbeschmutzer" bezeichnet und mit dem Todespiloten der Germanwings-Maschine verglichen worden, berichten Anwesende. In Richtung der Arbeitnehmervertreter seien Wasserflaschen geworfen worden.
Ein Anlass für den Streit waren über längere Zeit verschlossene Sicherheitstüren, deren Öffnung Betriebsrat und Berufsgenossenschaft angemahnt hatten (SPIEGEL 28/2015). Mithilfe der Anwaltskanzlei Schreiner + Partner ging die Teka-Geschäftsführung gegen die Betriebsräte vor, etwa mit Gehaltskürzungen und Versetzungen. Beim Unternehmen selbst, laut Homepage sehr um "soziale Verantwortung" bemüht, wollte sich niemand äußern. VW allerdings erbat von dem Zulieferer bereits eine Stellungnahme.