BER: Flughafengesellschaft gegen Regierungsterminal - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Flughafengesellschaft gegen Regierungsterminal am Hauptstadtflughafen BER

Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Der neue Hauptstadtflughafen BER wird womöglich ohne eigenes Terminal für die Bundesregierung und für Staatsgäste gebaut. Die Berliner Flughafengesellschaft prüft derzeit, ob Regierungsmaschinen weiterhin am Flughafen Tegel starten können. Dafür müsste Tegel zum reinen Militärflughafen umgewidmet werden, was nach Einschätzung der Flughafen-Juristen zulässig wäre.

Damit könnte Flughafenchef Hartmut Mehdorn leichter seinen neusten Plan realisieren: den alten Flughafen Schönefeld auch künftig als Teil des BER für Billigflieger zu nutzen. Bislang ist vorgesehen, nach Inbetriebnahme des BER in Schönefeld vorübergehend Staatsgäste abzufertigen, bis ein eigenes Regierungsterminal fertigstellt ist. Die Vertreter der Bundesregierung im Aufsichtsrat des Flughafens sind in Mehdorns Pläne eingeweiht. Verkehrsstaatssekretär Rainer Bomba hält den regulären Weiterbetrieb in Schönefeld für eine "gute Idee, die wir weiterverfolgen sollten". Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.