Bundeswehr hat Probleme mit Einkleidung
Die Bundeswehr hat derzeit Probleme, ihre Truppe ordentlich einzukleiden. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage des grünen Haushaltspolitikers Tobias Lindner an das Verteidigungsministerium hervor. Zu "Engpässen" kommt es demnach wohl bei Damenhalbschuhen, weißen Blusen sowie Hosen und Mänteln. Auch Schaftstiefel, Bordparka sowie Skischuhe für Gebirgsjäger seien Mangelware. Insgesamt acht der rund 140 Bekleidungsartikel für Soldaten sind offenbar momentan nicht überall verfügbar. Seit Mitte 2015 ist die Bundeswehr wieder allein für die Ausrüstung ihrer Soldaten verantwortlich, nachdem ein Gemeinschaftsunternehmen mit den Firmen Lion und Hellmann (LHBw) durch schwere Managementfehler Millionenverluste gemacht und beinahe in die Insolvenz gerutscht war. "Jetzt zeigt sich, dass auch ein Jahr nach der Rückverstaatlichung der LHBw das Missmanagement von einst immer noch zu spüren ist", sagt Lindner. Das Verteidigungsministerium räumte gegenüber dem Politiker ein: "Die Bestandslage der LHBw insgesamt ist weiterhin angespannt." Um die Versorgung der Soldaten sicherzustellen, seien im Februar 43 Millionen Euro bereitgestellt worden; man hoffe daher, dass sich "die Bestandslage ab dem dritten Quartal 2016 deutlich entspannt".